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Name: Jugendwaldheim Süderlügum
Träger: Schleswig-Holsteinische Landesforsten (AöR)
Zertifiziert seit: 2011
Erneute Zertifizierung:
Strasse: Försterei 2
Postleitzahl: 25923
Ort: Süderlügum
Kreis Nordfriesland
Region: Nordfriesland
Ansprechpartner: Torsten Bensemann
Telefon: 04663-1560
Mobiltelefon:
Fax: 04663-1564
Email: jugendwaldheim-suederluegum@forst-sh.de
Homepage: www.forst-sh.de
Art der Einrichtung/Angebote/Methoden: Fernab des vom Konsum geprägten Alltags bieten Jugendwaldheime jungen Menschen zwischen 12 und 16 Jahren elementare Erfahrungen für ihr eigenes Leben. Hier können Jugendliche das Ökosystem Wald erfahren und Gemeinschaft in der Klasse erleben! Die Besonderheit eines Jugendwaldheimaufenthaltes liegt in der vormittäglichen Waldarbeit, welche zur Mitfinanzierung des Aufenthalts dient. Die Jugendlichen können durch ihre eigene Mitarbeit den Wald hautnah erfahren und gleichzeitig ihre eigenen Grenzen austesten. Die gemeinsame Arbeit im Wald, wo jeder auf die Hilfe des Anderen angewiesen ist, fördert zudem in besonderem Maße Teamgeist und Selbstbewusstsein. Die Mithilfe von je zwei Schülern bei der täglichen Hausarbeit ist ein weiteres Charakteristikum des Jugendwaldheims. Hier wird ein resourcenschonender Umgang insbesondere im Bezug auf Lebensmittel sowie eine entsprechende Wertschätzung der Mahlzeiten vorgelebt und den Schülern näher gebracht. Nachmittags wird für die Schüler ein wald- und erlebnispädagogisches Programm angeboten. Das intensive soziale Miteinander und ein hohes Maß an Eigenverantwortung sowie die eigene Leistungsbereitschaft bestimmen die Qualität des Aufenthalts. Neben der sozialen Kompetenz wird durch den Aufenthalt im Jugendwaldheim ein verantwortungsvoller Umgang mit der Resource Wald ermittelt. Übertragen auf die gesamte menschliche Umwelt eröffnet dies den Schülern ein weites Spektrum an Gestaltungskompetenz. So wird während eines Aufenthalts im Jugendwaldheim Bildung für nachhaltige Entwicklung gelernt und gelebt.
Themen/Schwerpunkte: Der Wald als komplexes Ökosystem wird aufgeschlüsselt und direkt erfahrbar gemacht. Ein ganzheitliches Erschließen des Lebensraums und Ökosystems Wald wird durch einfache körperliche Arbeiten am Vormittag und gemeinsame Walderlebnisse am Nachmittag ermöglicht. Je nach Charakter der Klasse werden unterschiedliche Aspekte aufgegriffen und vertieft. Das Augenmerk bei allen Aktionen liegt auf der Verdeutlichung der vielfältigen wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Mensch und Wald.
Alleinstellungsmerkmal/Spezialität: Das Jugendwaldheim befindet sich inmitten des Süderlügumer Forstes. Die Klassen leben in und mit dem Wald. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Ökosystem, seinen Bedrohungen und den Handlungsperspektiven jeden Einzelnen kann dadurch nachdrücklich stattfinden. Es wird bei vielen Maßnahmen und Aktionen (Waldarbeit, Nachmittagsprogramm) die besondere Naturausstattung der Region (Moore, Binnendünen) berücksichtigt. Die Mitfinanzierung des Aufenthalts durch die Mitarbeit der Schüler im Wald, lässt eine angemessene Wertschätzung von Arbeit wachsen. Die Mithilfe bei der Haus- und Küchenarbeit führt die Schüler zudem an einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen heran. Das intensive Zusammenleben im Jugendwaldheim befähigt die Schüler zu einem rücksichtsvollen Umgang mit ihren Mitmenschen.
Spezielle Programme für Lehrkräfte, Schülergruppen, Besondere Zielgruppen: Lehrerfortbildung in Zusammenarbeit mit dem IQSH.
Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Bereich außerschulische Bildung.
Walderlebnisaufenthalte für Grundschulen (3-tägig).
Exkursionen für Erwachsene/Senioren.
URL zu den Programmen:
Gruppengröße: Arbeitsgruppen 6-10, Gesamtgruppe max. 30.
Jahresprogramm: nein
Kosten: Jugendwaldheimaufenthalt mit Arbeitseinsatz 12-tägig: 10,00 ¤ VP pro Teilnehmer/Tag, 5-tägig: 15,00 ¤ VP pro Teilnehmer/Tag.
Walderlebnisaufenthalte (ohne Beschäftigung im Wald) für Grundschulen 3-tägig: 20,00 ¤ pro Teilnehmer/Tag, Exkursionen (2,5 Std.): 5,00 bis 9,00 ¤ VP/Teilnehmer.
Öffnungszeiten: i.d.R. von März bis einschließlich November.
Räume: Fünf 6-Bettzimmer (Gesamtgröße ca. 100 qm), 1 Lehrereinzelzimmer mit Bad, 1 Lehrerdoppelzimmer mit Bad, 2 große Bäder, 1 Speise- und Gemeinschaftssaal (80 qm), Küche, 1 Schülerwerkstatt, 1 Freizeitraum (30 qm), 1 Trockenraum (10 qm).
Barrierefrei: ja
Unterkunftsmöglichkeiten: ja
Art und Größe des Außengeländes: Auf dem ca. 2,5 ha großen Gelände stehen ein Fußballfeld, ein Beach-Volleyballfeld (in Planung), zwei Basketballkörbe, zwei Tischtennisplatten, verschiedene erlebnispädagogische Installationen (z. B. Hangelanlage),eine Grillstelle sowie eine Köhlerhütte zur Verfügung. Darüber hinaus ist eine Streuobstwiese von ca. 0,7 h Größe mit alten einheimischen Obstsorten in Planung.
Merkmale der Umgebung: Das Jugendwaldheim liegt unweit von Süderlügum und Niebüll. Es ist umgeben von etwa 1000 ha Wald.
Bildungsziele und Ausflüge in der Umgebung: In ca. 5 km Entfernung befindet sich die KZ- Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund. In Ladelund gibt es auch ein DLRG-beaufsichtigtes Naturschwimmband. Kulturelle Einrichtungen in
Niebüll und Seebüll (z.B. Nolde-Museum) sind gut erreichbar. Auch ein Ausflug in den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer mit zahlreichen Bildungsangeboten ist sehr gut machbar. Nordseeinseln wie Sylt, Föhr und Amrum sind über die nahegelegenen Fährhafen oder auch über die Bahnlinie Niebüll-Westerland in kurzer Zeit erreichbar. Durch die unmittelbare Nähe zur Grenze (ca. 5 km) lassen sich Ausflüge auch gut nach Dänemark (z.B. Tondern oder Römö) machen.
Erreichbarkeit ÖPNV: Ja, und zwar Bus und Bahn von Niebüll, Haltestelle "Tetens Gasthof" oder Bahnhof Süderlügum
Verpflegungsmöglichkeiten: Hauseigene Küche (FR, HP, VP), hauseigener Kiosk und Getränkeverkauf zum Selbstkostenpreis, Supermarkt in 3,5 km Entfernung
Besonderheiten/Sonstiges: Als Besonderheit ist das heimeigene Sägewerk zu nennen, an dem den Schülerinnen und Schülern der Arbeitsprozess vom "Baum zum Brett" sehr anschaulich verdeutlicht werden kann. Das Ergebnis eines wertvollen natürlichen Rohstoffes ist in Form hochwertiger Schnittware zu vermitteln. Holzeigenschaften, -strukturen sowie -fehler sind unmittelbar sichtbar und zu diskutieren. Des Weiteren gibt es auf dem Gelände an einem der Teiche eine künstliche Eisvogel-Brutwand, die zu interessanten Vogelbeobachtungen einladen kann. Das JWH hat drei Bienenvölker auf dem Gelände, zu deren Bewirtschaftung interessierte Schüler (z. B. über das Workshopangebot) mit herangezogen werden können. Es ist auch geplant, im Jahr 2011 eine ca. 0,8 ha große Streuobstwiese mit "alten" Obstsorten anzulegen. Einerseits dienen die Blüten der Sorten den Bienen als Tracht, andererseits kann das Obst zur eigenen Saftherstellung in eine Mosterei gebracht werden. Auch hier sollen die Schülergruppen mit einbezogen werden (Ernte, Mosten, usw.). Aufgrund der 2-jährigen Tätigkeit des JWH-Leiters in der forstlichen Entwicklungszusammenarbeit in Ghana, wird, wenn möglich, auch ein Bezug zu afrikanischen Wald-Lebensräumen und der dortigen Kultur (z. Bsp. Brennholzproblematik, Kochen mit Holzkohle usw.) hergestellt. Es ist geplant, dazu in Zukunft ein Workshop anzubieten, sofern finanziell möglich, auch in Kooperation mit einem afrikanischen Kollegen aus Flensburg.
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